Unterricht

1.  Projektarbeit   
Individuelle Projektarbeit nimmt an der Oberstufe Sonnenhof seit Jahren einen hohen Stellenwert ein. Vor mehr als 10 Jahren wurde deshalb am Sonnenhof vom Schulrat Wil ein Gefäss bewilligt, in welchem Schülerinnen und Schüler selbstständig Projekte und Dokumentationen planten, umsetzten, präsentierten und evaluierten.  Seit dem Schuljahr 2014/2015 gilt die neue kantonale  Lektionentafel für alle Oberstufenklassen in Wil; d.h. die Projektarbeit in der 3. Oberstufe ist seit diesem Zeitpunkt verbindlich und wird durch einen Eintrag im Zeugnis auch bewertet. Neben der Förderung der Sachkompetenzen steht dabei auch die Auseinandersetzung mit sozialen Fähigkeiten im Fokus. Die Projektarbeiten werden den Eltern der Oberstufe Sonnenhof bei einem entsprechenden Anlass präsentiert. Besonders gelungene Arbeiten werden zusätzlich am Jahresende in einer öffentlichen Feier gewürdigt.
 
 
2.  Wahlfächer
Das Wahlfach- und Wahlpflichtfachangebot umfasst Kurse aus den Bereichen Sport, Sprachen und Naturwissenschaft sowie musische Kurse. Wahlfächer sind ab der ersten Klasse möglich, aber erst ab den dritten Oberstufenklassen obligatorisch.
Die minimale Pflichtstundenzahl der Schülerinnen und Schüler inkl. Religion beträgt ohne Wahlfächer  33 Lektionen in den 1. Klassen, 32 Lektionen in der 2. Sek, 34 Lektionen in der 2. Real, 34 Lektionen in der 3. Sek und 32 Lektionen in der 3. Real. Daraus ergeben sich genügend Kapazitäten für eine geeignete Auswahl von Wahlfächern.
 
Die möglichen Wahlfachanmeldungen werden den Lernendnen jeweils im vierten Quartal des Vorjahres ausgehändigt und den Eltern zur verbindlichen Unterschrift vorgelegt.  Ein frühzeitiger Ausstieg aus einem Kurs wird nur im gegenseitigen Einverständnis aller Betroffenen (Lehrperson, Eltern, Schüler oder Schülerin, Schulleitung) mit einem entsprechenden schriftlichen Gesuch akzeptiert. Dies ist jedoch nur in Ausnahmefällen und unter Berücksichtigung der kantonalen Richtlinien möglich.
 
Ziele der Wahlfächer
  

  • Die Schülerinnen und Schüler werden in möglichst vielen verschiedenen Aspekten ihrer Persönlichkeit gefördert.
  • Die Wahlfächer werden teilweise klassen- und stufenübergreifend unterrichtet
  • Durch die verstärkte Zusammenarbeit wird die Toleranz aller Beteiligten gefördert.
 
 
3.  Mittagstisch
 
Die Oberstufe Sonnenhof bietet in Kooperation mit der Mensa der Psychiatrischen Klinik Wil einen kostengünstigen Mittagstisch an. Die Teilnehmenden können ihre Mahlzeiten wahlweise persönlich zusammenstellen. In den Sommermonaten findet der Mittagstisch auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik im Freien statt. Die Schülerinnen und Schüler werden von 11.45 bis 13.25 von einer Oberstufenlehrperson begleitet. Nach dem Mittagessen findet von 12.40 Uhr bis 13.25 Uhr ein Lernatelier statt, in welchem Hausaufgaben gelöst werden können oder auch eine frei gewählte Beschäftigung möglich ist.

 
 
4.  Mittagssport
Über den Mittag gibt es jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12.00 - 13.00 Uhr ein Sportangebot in verschiedenen Sportarten. Die Anmeldung läuft immer am Anfang eines Semesters. Einmal angemeldet ist die Teilnahme für das ganze Semester verbindlich.
 
5. Internes Timeout
Wir setzen uns an der Oberstufe Sonnenhof - wie an allen anderen öffentlichen Oberstufenschulen der Bildungsregion Wil - für einen störungsfreien Unterricht ein. Aus diesem Grund wurde im Schuljahr 14/15 ein niederschwelliges Internes Timeout eingeführt.
 
Die Realität im Alltag zeigt, dass einzelne Schülerinnen und Schüler zweitweise nicht bereit oder nicht fähig sind, dem Unterricht zu folgen. Im Einzelfall kann der ordentliche Unterricht und die Lehrperson in einem Ausmass gestört werden, dass die übrigen Lernenden der Klasse nicht konzentriert arbeiten können. 
 
 
Idee
Das niederschwellige Timeout ist eine Art Auffangort für kurzfristige, direkte Interventionen bei Störungen im Unterricht. Es bietet Raum für Beruhigungen in schwierigen Unterrichtssituationen während Kurzaufenthalten von maximal 5 Lektionen, oder befristeten, regelmässigen Aufenthalten während mehrerer Wochen (z.B. Ausschluss von einem bestimmten Fach).
 
Ziele  
 Mit einem kurzfristigen Ausschluss vom Unterricht wird folgendem Grundsatz Rechnung getragen:
 
  • Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht, ungehindert lernen zu können. Jede Lehrperson hat das Recht und die Verpflichtung, ungehindert und ungestört unterrichten zu können.
 
Dies bedeutet, dass sich in den Unterrichtsräumen jene Lernenden aufhalten, die sich korrekt verhalten und dementsprechend auch lernen möchten. Die Hemmschwelle störenden Verhaltens soll möglichst hoch sein. 
 
Folgende Ziele sollen erreicht werden:
 
·       störungsfreier Unterricht in den Klasse
  • Beruhigung der Situation bei einer Eskalation
  • Reflexion des eigenen Verhaltens der betreffenden Jugendlichen
  • Erbringen der notwendigen Anpassungsleistung für eine Reintegration in die Klasse
  • betreuter Arbeitsort in bestimmten Situationen